Die Marchfelder Sanddünen
Noch vor einigen Jahrhunderten erstreckte sich östlich von Wien eine karge Sandlandschaft. Mit zunehmender Bedeutung des Marchfeldes für die Nahrungsversorgung Wiens wurde versucht, der Dynamik der Wanderdünen durch Aufforstungen Einhalt zu gebieten.

Foto: H. Wiesbauer
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Lange Zeit verhinderten Weidetiere durch Verbiß das Verwachsen der Gebiete und sorgten darüber hinaus durch stetige Trittverletzung des Bodens für offene Sandflächen, auf denen die charakteristischen Tier- und Pflanzengesellschaften überleben konnten.
Mit dem landwirtschaflichen Strukturwandel im letzten Jahrhundert hat sich der Schaf- und Ziegenbestand stark reduziert, die Beweidung blieb schließlich zur Gänze aus. Viele der einzigartigen Sandlebensräume verbuschten oder wurden von angrenzenden Wäldern überwachsen. Daran konnte auch ihr Status als Naturschutzgebiet nichts ändern. Zwar wurden dadurch radikale Eingriffe verhindert, ohne entsprechende Pflegemaßnahmen verlor sich aber die Charakteristik der Gebiete im Lauf der Jahrzehnte.
1998 initiierte die niederösterreichische Landesregierung das LIFE-Nature Projekt "Pannonische Sanddünen". Ziel ist die Revitalisierung heute noch vorhandener Reste der Marchfelder Sandflächen.
Einerseits wird durch einmalige Eingriffe wie z.B. Rodungen und Schwendungen versucht, Gebiete in ihrer ursprünglichen Größe und Struktur wieder herzustellen, andererseits gilt ein besonderes Augenmerk der Erprobung geeigneter Bewirtschaftungsformen, um die Erhaltung der vorhandenen und wiedergewonnenen Sandrasenbiotope langfristig zu sichern.
Im Rahmen dieses Projektes beweidet eine kleine Schafherde seit 1999 einige Marchfelder Naturschutzflächen.
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