„Meine Kunst ist eine Malerei der Seele“

Seine expressiven Bilder sind Gefühlsausbrüche, Manifestationen seiner seelischen Befindlichkeit. Die Werke des asketisch lebenden Künstlers vermitteln all die positive Energie, die er nach langen Meditationen in sie hineinlegt. Er steht damit in der Tradition der russischen Ikonenmeister.

Über Jahrhunderte war für russische Mönche die Ikonenmalerei ein ritueller Akt, dem stets eine besonders intensive Bet- und Fastenzeit zum Reinigen der Seele vorauszugehen hatte. Diesen typisch russischen Zugang zur Kunst hat Igor Torschenko intensiviert und weiterentwickelt.

Wir finden diesen auch in besonderer Weise bei Kandinsky. Für Kandinsky, der als erster Künstler den Schritt von der gegenständlichen zur gegenstandslosen Kunst setzte, war dies eigentlich der Schritt von der äußeren Realität zur inneren Realität. Der Blick auf das Innere, das Entäußern der eigenen Seele war für Kandinsky der Blick in den Kosmos der Tiefe seines eigenen Geistes. Die abstrakte Malerei war für Kandinsky nicht ein Spiel mit der abstrakten Form sondern der Ausdruck des Lebens seines Geistes in dieser Form.

Torschenko schaut im Gegensatz zu Kandinsky nicht in seine Seele sondern schaltet den Zwischenschritt über eigene sinnliche Wahrnehmung und die intelektuelle Selbstreflexion aus. Malerei ist eine Art „Orgasmus der Seele“, zu dessen Zustandekommen es eine lange Entwicklung der Persönlichkeit und ein „Reifen der Seele“ bedarf.

 

1965 - geboren in Iznoskovo, Kurskaja Gebiet

1982-1989 - Studium am Pädagogischen Institut (künstlerisch-graphische Fakultät) in Kursk.

Ausstellungen:

1992-Moskau, Zentrales Haus der Kunst, Ausstellungshalle „Beljaewo“

1993-Moskau, Kinozentrum: Zentrales Haus der Kunst, Kulturzentrum „Peter Lanes“, Wien, Galerie Karenina

1994-Moskau, Zentrales Haus der Kunst, Galerie „Nino“

1995-Wien, Galerie Karenina, KulturSCHMIEDE

1996-Moskau, Zentrales Haus der Kunst

1997-Gruppenausstellung „EPIPHANIE“, Kulturzentrum bei Minoreten, Graz; KulturSCHMIEDE, Wien

1998-Galerie Karenina, Wien

1999-Galerie Karenina, Wien

1999-Museum Moderner Kunst Stiftung Wörlen Passau (Einzelausstellung)

2000-Galerie Karenina

2001-Galerie Karenina

2001-Schiele Centrum Ĉeskỳ Krumlov (Einzelaustellung)

 

Seit 1992 - regelmäßige Teilnahme an Auktionen im „Dorotheum“ (erzielt regelmäßig Preise zwischen ÖS 15.000,-- und ÖS 120.000,--).

Seine Werke befinden sich in der Graphischen Sammlung Albertina Wien und in privaten Sammlungen in Rußland, Österreich, Holland, Deutschland, Luxemburg, Australien.